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Hilfe für junge Volljährige

Jungen Volljährigen zwischen 18 und 21 Jahren kann Jugendhilfe gewährt werden wenn bei ihnen Probleme und Lebensumstände vorliegen, die ihre Persönlichkeitsentwicklung gefährden, sie aber nicht in der Lage sind diese aus eigener Kraft oder mit Hilfe ihrer Familien zu bewältigen und sie deshalb zu scheitern drohen. (Beispiele: Schwierigkeiten am Arbeitsleben teilzunehmen, Verschuldung, Wohnungsnot, schwerwiegende Familienprobleme, seelische Behinderungen usw.)
In dieser Altersgruppe verfolgt Jugendhilfe das Ziel, die Persönlichkeitsentwicklung des jungen Menschen zu unterstützen und in der Zusammenarbeit mit ihm nach Lösungen für seine Hauptprobleme zu suchen, damit er später in der Lage ist, ein möglichst eigenständiges und eigenverantwortliches Leben führen zu können.
Hierzu wird der junge Volljährige individuell beraten oder auch umfassender betreut.

Voraussetzung für die Hilfegewährung ist jedoch, dass der junge Volljährige die Hilfe freiwillig annimmt, die Notwendigkeit eigener  Verhaltensänderungen einsieht und zur konsequenten Mitarbeit bereit ist.
Die Zusammenarbeit ist vertraulich und nimmt besondere Rücksicht auf die Ängste, die bei bestimmten Problemen verständlicherweise häufig vorhanden sind.

Verlauf der Hilfe:
Liegen die Voraussetzungen für eine Jugendhilfemaßnahme vor, werden mit dem jungen Volljährigen und gegebenenfalls weiteren am Hilfeprozess beteiligten Personen und Institutionen die Schritte und Ziele der Hilfe besprochen und ein fortlaufend anpassbares Hilfekonzept („Hilfeplan“) entwickelt. Hierbei ist es häufig notwendig im Einverständnis mit dem jungen Volljährigen auch mit anderen Hilfeeinrichtungen und Fachdiensten, Ärzten, Therapeuten, Psychologen usw. zusammen zu arbeiten.
Die Hilfe kann sowohl in Form regelmäßiger Beratungsgespräche oder intensiver Beratung mit begleitender Unterstützung durchgeführt werden, als auch in Form einer pädagogisch begleiteten Wohnform stattfinden.

Die Dauer der Hilfe ist individuell unterschiedlich, jedoch soll sie möglichst bis zum Erreichen des 21. Lebensjahres abgeschlossen werden. In begründeten Fällen kann sie aber auch darüber hinaus befristet weitergeführt werden.
Bei Beendigung der Hilfe kann für eine gewisse Zeit der Verselbständigungsprozess im Rahmen einer "Nachbetreuung" begleitet werden.

Rechtsgrundlagen allgemein

Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG = SGB VIII) § 41 in Verbindung mit § 27 Abs. 3 sowie die §§ 28 bis 30, 33 bis 36, 39 und 40

Unterlagen

Werden im Beratungsgespräch geklärt.

Kosten

Bei ambulanter Beratung keine. Bei stationärer Jugendhilfe ist jedoch in einer betreuten Wohnform die Kostenbeteiligung der Unterhaltspflichtigen im Sinne der Unterhaltsgesetzgebung und/oder die Anrechnung von eigenem Einkommen des Hilfeempfängers möglich.

Zuständige Organisationseinheiten

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